Deine Ohren erinnern sich
Erinnerst du dich noch an deinen ersten Besuch in einem angesagten Nachtclub? Oder an das beste Rockkonzert, das du je gesehen hast? Diese tollen Erinnerungen bleiben dir erhalten – manchmal auf unerwartete Weise. Möglicherweise „erinnern“ sich deine Ohren bis heute an diese lautstarken Erlebnisse, denn laute Geräusche können mit der Zeit zu Hörverlust führen. Es gibt natürlich auch andere Ursachen, aber längere oder wiederholte Belastung durch laute Geräusche ist ein wichtiger Faktor für Hörverlust.
Wenn das Gehör gesund ist, ist das Leben besser
Die meisten von uns werden in irgendeiner Form von Hörverlust betroffen sein - ein völlig normaler Zustand, der zu den am schnellsten wachsenden und häufigsten in unserer Gesellschaft gehört.
Warum sollten wir darauf achten? Weil Hörverlust nachweislich zu kognitivem Verfall, Depressionen, Stürzen und sogar Demenz beitragen kann. Dazu kommen noch soziale Isolation, Frustration und Probleme im Job – ein echtes Problem.
Das klingt zwar düster, muss es aber nicht sein, denn es gibt Möglichkeiten, dein Gehör zu schützen und zu verbessern, wenn du erste Anzeichen von Hörverlust feststellst. Wichtig ist, dass du den Kopf nicht in den Sand steckst! (Hey, sogar Rockstars und DJs leiden unter Hörverlust und viele begegnen diesem Problem mit ziemlich raffinierter Hörtechnologie.)
Anhörung, vereinfacht
Schauen wir uns kurz an, wie das Gehör funktioniert, wie es sich mit der Zeit verändert und was du dagegen tun kannst. Das Gehör besteht aus drei Hauptteilen des Ohrs. Hier eine vereinfachte Erklärung:
Pass gut auf dich auf
Für die meisten Leute ist Hörverlust ein natürlicher Teil des Älterwerdens und passiert langsam. Altersbedingter Hörverlust ist nicht dasselbe wie der Versuch, etwas oder jemanden bei heruntergedrehter Lautstärke zu hören: Es geht eher darum, dass bestimmte Sprachlaute – wie s, t, sh und th – schwerer zu verstehen sind. (Wusstest du schon? Konsonanten werden mit einer höheren Frequenz gesprochen als Vokale, und das macht es schwieriger, sie auseinanderzuhalten.) Das Ergebnis ist, dass Sprache „verwaschen” klingen kann.
Hörverlust kann auch durch Ohrinfektionen, genetische Erkrankungen, Verletzungen und (Musik einspielen) längere Lärmbelastung verursacht werden. Wenn man ständig Geräuschen von 90 Dezibel (dB) und mehr ausgesetzt ist, kann das Gehör kaputtgehen, weil die winzigen Haarzellen im Innenohr beschädigt werden. Zum Vergleich: Ein Rockkonzert hat etwa 110 dB, ein Nachtclub 120 dB und, falls du darüber nachdenkst, eine Raketenstartrampe 180 dB.
Das Wichtigste, was du tun kannst, um dein Gehör zu schützen, ist, dich nicht solchen lauten Geräuschen auszusetzen. Wenn das nicht geht, dann trag einen guten Gehörschutz. Egal, ob du auf einem Konzert bist oder den Rasen mähst – alle coolen Kids tragen heutzutage ganz selbstverständlich etwas in oder an ihren Ohren. Damit passt du perfekt dazu!
Andere Sachen, die du machen kannst, um Hörverlust zu vermeiden, sind, die Lautstärke runterzudrehen, wenn du Kopfhörer oder Ohrstöpsel benutzt, sodass du immer noch Gespräche um dich herum hören kannst. Mach nicht zu lange Kopfhörer oder Ohrstöpsel und leg regelmäßig Pausen ein, wenn es laut ist. Es ist auch gut, ein paar günstige Schaumstoff-Ohrstöpsel dabei zu haben, damit du sie reinstecken kannst, wenn du dem Lärm nicht entkommen kannst.
Liebe im Ohr
Ohren sind echt coole anatomische Wunderwerke. Sie machen für uns komplexe und anspruchsvolle Aufgaben, und wir können uns revanchieren, indem wir sie mit ein paar einfachen Schritten schützen. Zeig deinen Ohren ein bisschen Liebe, und du wirst später mit einem möglichst gesunden Gehör belohnt.